Interviews für die Bachelorarbeit transkribieren und sicher zitieren
Veröffentlicht am 6. Oktober 2026 · Lesezeit: 3 Min.
Zehn Interviews à 45 Minuten, und jedes davon von Hand abtippen: Für viele ist das der zäheste Teil der Bachelor- oder Masterarbeit. Diese Anleitung zeigt, wie Sie Ihre Interviews transkribieren, sodass Sie jedes Zitat später belegen können.
Vorab: Was erlaubt Ihr Lehrstuhl?
Fragen Sie Ihre Betreuerin oder Ihren Betreuer, ob Sie eine automatische Transkription nutzen dürfen und welche Transkriptionsregeln gelten. Viele Lehrstühle geben einfache Transkriptionsregeln vor. Halten Sie im Methodenteil fest, wie Sie transkribiert haben.
1. Aufnehmen, mit Einwilligung
Lassen Sie die Einwilligungserklärung unterschreiben und bitten Sie die Person, die Zustimmung zu Beginn der Aufnahme noch einmal zu bestätigen.
- Wählen Sie einen ruhigen Raum und legen Sie das Handy nah an die sprechende Person.
- Machen Sie vorher eine Probeaufnahme von 30 Sekunden und hören Sie sie mit Kopfhörern an.
- Bei Videoanrufen: Sagen Sie, dass Sie aufnehmen.
Aufnahmen mit Lärm oder aus großer Entfernung haben deutlich mehr Fehler.
2. Hochladen und Sprecher benennen
Laden Sie die Audio- oder Videodatei hoch, auch mehrere auf einmal. Die Sprecher werden automatisch getrennt. Benennen Sie sie einmal um, etwa in I für Interviewerin und B03 für die befragte Person Nummer 3. Die Änderung gilt im ganzen Transkript.
3. Wörtlich oder geglättet
SonaFact hat zwei Modi. Der eine behält Füllwörter wie „äh“ und „ähm“ und ist näher am Gesagten. Pausen, Betonungen oder Überlappungen nach einer speziellen Notation ergänzen Sie bei Bedarf selbst. Der andere entfernt die Füllwörter und ist leichter zu lesen. Bleiben Sie bei allen Interviews beim gleichen Modus.
4. Unsichere Stellen prüfen
Wörter, bei denen sich das Programm nicht sicher war, sind gepunktet unterstrichen. Zu jedem Transkript sehen Sie den Anteil unsicherer Wörter. Klicken Sie auf eine Zeile, und die Aufnahme spielt ab dieser Stelle. So korrigieren Sie gezielt.
Fachbegriffe aus Ihrem Thema tragen Sie in das eigene Wörterbuch ein, auch mit Varianten, die das Programm stattdessen gehört hat.
5. Pseudonymisieren
Ersetzen Sie mit der Funktion zum Suchen und Ersetzen Namen von Personen, Firmen und Orten durch Kürzel. Die Zuordnung der Kürzel bewahren Sie getrennt vom Transkript auf.
6. Sicher zitieren
Jede Zeile führt zurück in die Aufnahme. Die Zitatprüfung zeigt, ob ein Satz, den Sie zitieren wollen, genau so gefallen ist, und springt zu dieser Stelle. Fragt Ihre Betreuung nach, finden Sie die Stelle mit einem Klick.
7. Für die Auswertung exportieren
Laden Sie die Transkripte als DOCX, PDF, TXT, CSV oder Markdown herunter. Für MAXQDA, NVivo und ATLAS.ti gibt es passende Exportdateien.
Datenschutz
Aufnahmen und Transkripte werden in der EU gespeichert und verarbeitet, verschlüsselt. Wir trainieren keine KI damit. Sie können jede Aufnahme jederzeit löschen oder eine automatische Löschung einstellen.
Kosten
Kostenlos und unbefristet: 3 Transkriptionen pro Tag, bis zu 30 Minuten pro Datei, ohne Kreditkarte. Ein Interview von 45 Minuten braucht also Starter oder einen 30-Tage-Zugang. Für längere Interviews gibt es Starter für 9 € im Monat (Eurozone; andere Währungen auf der Preisseite), mit 20 Stunden pro Monat und Dateien bis 3 Stunden. Wenn Sie nur für die Abschlussarbeit transkribieren, kaufen Sie einen Zugang für 30 Tage, der sich nicht verlängert.
SonaFact schreibt das Transkript. Auswertung, Interpretation und Text Ihrer Arbeit bleiben Ihre Leistung.
Probieren Sie es mit Ihrer eigenen Aufnahme
Der kostenlose Tarif gibt Ihnen 3 Transkripte pro Tag, je bis zu 30 Minuten, ohne Karte — genug, um Transkript, Sprecher und Editor selbst zu beurteilen.
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